Stuttgarter sorgen erneut für Spannung, gehen aber wieder leer aus

PSV unterliegt beim SC Fulda mit 17:14

(j-m.g/m.p) Am vergangenen Samstag gab es für den PSV Stuttgart ein Wiedersehen in Fulda. Beim letzten Aufeinandertreffen hatte man den Gastgeber, der in dieser Saison als Absteiger aus der ersten Liga zum ersten Mal mit dem PSV zusammentraf, im Pokal überraschend bezwungen und auch an der ersten Ligabegegnung versprach das Spiel interessant zu werden. Trotz drei fehlender Stammkräfte wollte man heute wieder wichtige Punkte einsacken und dem aktuell Tabellenvierten das Spiel so schwer wie möglich machen. Neu war bei den Vaihingern außerdem die Situation, dass Robert Berghoff als Betreuer das Team vom Beckenrand coachte: er war kurzfristig verletzt ausgefallen, und Trainer Daniel Steiner war aufgestellt, als Sicherheit für den Fall, dass der „angeschlagene“ Finger von Torwart Marcello Pisacreta nicht durchhalten sollte. Aber er bestand.

Zu Beginn hatten die Gäste, trotz hoher Motivation, erst einmal das Nachsehen. Zwei von insgesamt vier Treffern durch Alexander Hörl sorgten für einen frühen 2:0 Rückstand. Doch davon ließ man sich beim PSV Stuttgart nicht aus der Ruhe bringen. In den folgenden Angriffen erspielte man sich einige große Chancen, welche auch vier Mal den Weg ins gegnerische Tor fanden. Doch auch das Team aus Fulda verwertete seine Schüsse konsequent und war den Stuttgartern stets eine Armlänge voraus. Nach einem schwimmintensiven ersten Viertel stand es aber 4:4 – alles war offen.

Nicht zuletzt die starke Leistung der Centerspieler auf beiden Seiten sorgte heute für eine regelrechte Torflut. Auf Seiten der Fuldaer glänzte David Horvath mit insgesamt 6 Treffern und auf Seiten der Stuttgarter Oliver Schmalzing mit 5 Treffern.

Auch der zweite Spielabschnitt blieb spannend. Der PSV erzielte kurz nach Wiederanpfiff sogar die 4:5 Führung, konnte diese jedoch nicht sehr lange verteidigen und auch nicht mehr wiedererlangen. Das Momentum lag jetzt wieder bei den Gastgebern. Nach einem verwandelten 5 Meter und einer stark herausgespielten Überzahl, gelang es Fulda eine 2 Tore Führung in die Halbzeit mitzunehmen – Halbzeitstand 9:7 aus Sicht der Gastgeber.

Fulda schaffte es, diese Führung im dritten Viertel sogar noch auf drei Tore auszubauen. Zwar waren die Stuttgarter auch in jeder Situation brandgefährlich, doch die vielen Kontertore wurden Ihnen zum Verhängnis. Die Effektivität im Angriffs- und Stellungsspiel zehrten zudem zunehmend an den Kraftreserven der Vaihinger.

Im letzten Viertel kämpfte man sich aber bewundernswerterweise auf ein 15:14 heran und war zurück ins Spiel, doch auch wenn der Hallensprecher anerkannte, „hier wird es jetzt nochmal spannend“, gaben die erfahrenen Gastgeber ihre Führung nicht mehr aus der Hand. Nach einem Ballverlust im Angriffsspiel der Stuttgarter nutzte das Team aus Fulda die Gelegenheit erneut davon zu ziehen. Kurz vor Schluss gelang Ihnen dann sogar noch ein weiterer Treffer nach einer Überzahlsituation zum Endstand von 17:14.

Am Ende stand der PSV zwar nicht unglücklich, aber dennoch erneut punktlos da. Da halfen auch das gegenseitige Schulterklopfen und die Worte des Hallensprechers nicht, der den Aufsteiger als „gute Stuttgarter“ verabschiedete.

Am kommenden Wochenende stehen erneut zwei wichtige Spiele bevor. Am Samstag spielt man Auswärts gegen Darmstadt und am Sonntag geht es in Weil am Rhein um den Einzug ins Halbfinale des BW-Pokals. 2 Punkte am Samstag und dann ein Sieg sind Pflicht!

SC Wasserfreunde Fulda 1923 – PSV Stuttgart 17:14 (4:4, 5:3, 4:3, 4:4)

SC Wasserfreunde Fulda 1923:

Sebastian Arany, Balazs Borbely (2), Jonathan Möller, Maximilian Hartung (2), Alexander Hörl (4), Philipp Jestädt, Leon Schmitt (1), David Horvath (6), Marc Ritzel, Jozsef Katona, Alexander Hartung, Philipp von Keitz (2), Jeremias Hess.

PSV Stuttgart:

Marcello Pisacreta, Dejan Aleksic, Lukas Schneider (2), Matthias Thoma (1), Hering Paul (2), Jens Dörsam (1), Oliver Schmalzing (5), Philip Ilzhöfer, Jan-Michel Groß (1), Matthias Epple, Steiner Daniel, Tim Ilzhöfer, Matthis Groß (2).