Lachende Gesichter trotz Auswärtsniederlage in Weiden

PSV Stuttgart verliert beim Tabellenführer deutlich mit 21:3

Schon im Hinspiel vor 2 Wochen musste sich der PSV Stuttgart gegen die starken Weidener, die als Absteiger aus der ersten Liga ungeschlagener Tabellenführer der zweiten Wasserballiga Süd sind, geschlagen geben und auch am Samstag, den 4.2. beim Auswärtsspiel in der Oberpfalz hatten die Vaihinger nicht viel entgegen zu setzten. Doch trotz diesem deutlichen Ergebnis, sah man am Ende des Abends keine enttäuschten Gesichter. Wie kommt’s?

Die Liste der Ausfälle für dieses Spiel war lang. So musste man auf die Stuttgarter Top-Torschützen Mike Troll und Tim Hornuf verzichten. Auch Oliver Schmalzing, Robert Berghoff, Paul Hering, Matze Thoma, Tim Lotter, Tim Ilzhöfer und Maurizio Lutz fielen aus verschiedensten Gründen aus. Den Ausfällen geschuldet reiste man ohne hohe Erwartungen mit einem stark geschwächten Kader an. „Wir haben heute absolut nichts zu verlieren Jungs. Habt Spaß und macht das Beste draus“, so Headcoach Daniel Steiner vor Spielbeginn. Auch dieser durfte heute zum ersten Mal in der 2.Bundesliga für den PSV Stuttgart ins Wasser steigen – wenn auch nur eine Minute zum Schluss.

Überraschenderweise verlief der erste Spielabschnitt erstaunlich gut. Man lag nach 8 Spielminuten nur mit 3:0 hinten und hatte sogar die ein oder andere Gelegenheit gehabt, selbst ein Tor zu erzielen. Dies hatte man, neben einer taktisch sehr gut agierendern und von Trainer Steiner und seinem Co-Coach im Wasser, Lukas Schneider gut eingestellten Verteidigung, nicht zuletzt auch dem Torwart Marcello Pisacreta zu verdanken, der einen starken Weidener Angriff nach dem anderen parierte und damit das Ergebnis akzeptabel hielt.

Auch im zweiten Viertel schafften die Weidener es, bei gefühlt mehr als 10 Chancen nur 4 Tore zu erzielen. Der Halbzeitstand von 7:0 ging damit in Ordnung.

Nach der Pause passierte dann, was sich schon langsam angebahnt hatte. Die Kraftreserven der Stuttgarter waren durch das schwimmerisch intensive Konterspiel der Gastgeber aufgebraucht und der SV Weiden nutzte dies eiskalt aus. Es gelang dem PSV aber auch ein Treffer durch Dejan Aleksic aus der Centerposition, der von der PSV-Bank frenetisch gefeiert wurde, doch bei einem Spielstand von zwischenzeitlich 17:1 war dies lediglich beginnende Ergebnis Korrektur.

Bis Spielende gelangen dem PSV dann aber zwei weitere Treffer, auch Weiden hatte nun seine Offensivkraft ein wenig heruntergefahren, das Viertel ging 4:2 aus.

Die Niederlage der Vaihinger zeichnete sich zwar schon spätestens nach der Halbzeitpause ab, trotzdem war bei den Gästen niemand unzufrieden: ein Endergebnis von 21:3 klingt zwar im ersten Moment heftig, in Anbetracht der Umstände ist dieses Resultat jedoch mehr als in Ordnung. Man sah dieses Spiel als eine gute Gelegenheit, den unerfahreneren und jüngeren Spielern etwas Einsatzzeit zu gewähren und die taktischen Vorgaben von Trainer Steiner wurden größtenteils zu dessen Zufriedenheit umgesetzt.

Man fokussiert sich nun beim PSV Stuttgart bereits auf das kommende Doppelspielwochenende. Die nächsten Gegner heißen dann Nürnberg und München und die Zielsetzung für diese Spiele ist klar: wieder gewinnen, 2 Siege und 4 Punkte!

SV Weiden – PSV Stuttgart   21:3 (3:0, 4:0, 10:1, 4:2)

SV Weiden:

Matthias Kreiner (TW), Louis Brunner (1), Alexander Hinz (3), Robert Reichert (1), Thomas Kick (2), Denis Reichert (2), Stephan Schirdewahn, Kyrylo Olkhovsky, Marek Janecek (5), Nikolai Neumann (3), Sean Ryder (4), Alexander Erhardt

PSV Stuttgart:

Marcello Pisacreta (TW), Lukas Schneider (1), Dejan Aleksic (1), Luka Dokovic, Philip Ilzhöfer, Jens Dörsam, Oliver Rodi, Jan-Michel Groß (1), Daniel Steiner, Matthias Epple, Matthis Groß.