2. Liga: Erfolgreicher PSV-Start nach der Winterpause mit Heimsieg gegen den SV Ludwigsburg

(MP) Nach einer kurzen Trainingspause über Weihnachten und Neujahr war es nun endlich wieder soweit: der PSV durfte wieder zum Kräftemessen ins Wasser steigen. Am 14.01. ging es zum Jahresauftakt in Plieningen gegen den SV Ludwigsburg.

Das heutige Spiel hatte Derby-Status, da sich beide Mannschaften bereits häufig in Trainingsspielen gegenüber gestanden hatten. Für den PSV war klar, dass Ludwigsburg auf keinen Fall unterschätzt werden durfte. Aber es war auch klar, dass der Aufsteiger unbedingt den ersten Heimsieg der Saison sicherstellen wollen.

Das Spiel begann hervorragend für den PSV Stuttgart, im ersten Viertel konnte man sich mit einem  recht spektakulären 5:0 Vorsprung absetzen. Insbesondere kamen hier die Qualitäten des Torhüters Marcello Pisacreta zur Geltung, da dieser jegliche Chancen und Torversuche der Gäste vereitelte. Aber auch die Angriffe der Gastgeber waren sehr konzentriert und durch die konsequente Chancenverwertung von Mike Troll (3 Tore), Tim Hornuf und Matthias Thoma (je 1 Tor) hätte man beinahe denken können, dass dieses Spiel bereits gewonnen ist.

Doch weit gefehlt! – Ludwigsburg konnte nach der Viertelpause wieder ins Spiel finden und erreichte mit guten Aktionen einen Zwischenzeitlichen Spielstand von 6:5. Hinzu kam noch, dass zu diesem frühen Zeitpunkt bereits einer der PSV-Stammspieler, Tim Hornuf, seinen dritten Auschluss kassierte und das Spiel daraufhin nur noch von draußen betrachten durfte. Erst nach einer vom Trainer Daniel Steiner genommenen Auszeit, die er nutzte um die Spieler zu motivieren, konnte der PSV mit einem Tor in letzter Sekunde auf 8:5 aufstocken.

Leider war dieser Spielstand jedoch nicht das Ende des Straucheln… Ein verhängnisvolles drittes Viertel brach an und Ludwigsburg konnte ohne nennenswerte Gegenwehr des PSV den Spielstand auf 8:9 drehen. Demnach darf sich in diesem Spiel nicht nur Marcello mit einem Viertel mit null Gegentoren rühmen, sondern auch der mindestens ebenbürtige Ludwigsburger Keeper Bojan Mrdja, der sein Team ebenfalls durch seine starke Spielleistung von hinten unterstützte.

Das letzte Spielviertel brachte bei dem knappen Spielstand viel Spannung in die Halle und was der PSV nun am nötigsten hatte, war eine Art Befreiungsschlag aus den Fängen der Ludwigsburger Mannschaft. Zuerst brachte 2 Minuten nach Beginn des Viertels Matthias Thoma den Ausgleich auf 9:9. Kurz darauf konnte Robert Berghoff den Spielstand auf 10:9 erweitern und im Anschluss brachte Mike Troll noch zwei wichtige Tore ein (12:9). Ludwigsburg ließ aber nicht locker und konnte wieder bis auf 12:11 (Schütze beidesmal Attila Beretka) aufholen. Die letzte Spielminute brach an und der PSV war im Ballbesitz, Nervosität spiegelte sich in allen Gesichtern, außer bei Goalgetter Mike und Goalkeeper Marcello, die immer die Ruhe selbst waren. Drei Ludwigsburger Spieler wurden gleichzeitig aus dem Spiel entfernt (1 normaler Auschluss und 2 wg. Meckerns) und nach etwas Ball-Halten und Zeitspiel des PSVs war der ersehnte Heimsieg in trockenen Tüchern.

Die Erleichterung beim Abpfiff war groß, und das Fazit des Trainers eindeutig: es ist ein wichtiger Sieg, der aber so spannend nicht hätte erzielt werden müssen. Die Ruhe im Kopf und Kontrolle über das Spiel mal über die gesamte Spielzeit zu halten – das ist und bleibt noch ein großer Wunsch! Oder das angestrebte Ziel.